Vogelinsel Runde (Norwegen) – mit viel Gepäck steil bergauf

Ich erreiche nach 1,5 Tagen Fahrt die Vogelinsel Runde in Norwegen.  Runde hat eine Fläche von 6,4 km 2 und einen Umfang von ca.20 km. Höchster Punkt ist der Runde Varde mit 333m. Die ca. 100 Einwohner der Insel verteilen sich auf die Orte Runde und Goksøyr.

Und auf die 300m muss ich mit meinen fast 40kg Kameraausrüstung aufsteigen. Es muss alles mit. Die große 4K Kamera, das schwere Sachtler Stativ, die Zeitlupenkamera, Objektive…viel zu trinken und ein bisschen was zu essen. Immerhin starte ich den Aufstieg um 14.00 Uhr. Die Papageientaucher werden sich aber frühstens um 21.00Uhr blicken lassen.

Dieser Aufstieg kostet mich einige Kraft und ein paar Pausen. Aber nach 45 Minuten habe ich es endlich geschafft.

An einer Steilklippe mache ich es mir gemütlich. Mit der Kamera auf dem Stativ warte ich, was sich um diese Zeit schon sehen läßt. Der Nachmittag läßt sich mit wundervollen Steinadlern und Seeadlern verbringen, Bastölpel drehen ihre Runden und diverse Möwenarten ziehen über mich hinweg.

Nachdem ich traumhafte Aufnahmen von Adlern im Flug aufnehmen konnte, geht es weiter zu den Bruthöhlen der Papageientaucher. Wie Torpedos kommen die Vögel in Richtung Bruthöhlen geflogen. Ungeschickt gelandet springen sie zu dieser frühen Zeit nur schnell in die Höhle um Jungvögel mit Futter zu versorgen.

Aufnahmen sind kaum möglich. Zumals dieses Jahr auch sehr wenige Papageientaucher auf Runde brüten.

Ab 22.00Uhr läßt sich dann endlich der eine oder andere Papageientaucher in Ruhe vor seiner Höhle blicken. Erst jetzt ist man wirklich in der Lage, schöne Aufnahmen von diesen interessanten Vögeln zu machen.

Ein langer Arbeitstag geht zu ende und der Abstieg ist nicht mehr so beschwerlich, wie der Aufstieg.

www.tierfilmer.info

Ein kurzer Trailer über die Skandinavien Dreharbeiten

7000km durch Norwegen, Schweden und Finnland.
Bis ins Grenzgebiet der finnisch-russischen Grenze hat es den Tierfilmer verschlagen. Immer auf der Suche nach einmaligen Aufnahmen.
Und diese Aufnahmen können sich tatsächlich sehen lassen. Niedliche Papageientaucher, wilde Moschusochen, beeindruckende Landschaften, tosende Wasserfälle und zu guter letzt grandiose Aufnahmen wilder Braunbären.

erster Zwischenstop: Arvika, Gunnarskog

Nach der ersten kurzen Nacht im Auto, komme ich Mittags in Gunnarskog an. Hier wohnt – auf einem abgelegenen Hof, mitten im Wald – mein Freund Harald Gaard. Das Wetter ist hervorragend und die Landschaft nahe der norwegischen Grenze ist ohnehin einen Besuch wert. Harald hat mir von einem weißen Elch erzählt, der dort in der Nähe immer wieder zu sehen sein soll.
Und so mache ich mich mit Harald und einem naturbegeisterten deutschen Paar auf die Suche.
Wir finden zu aller erst einen Fischadler, der momentan mit der Brut beschäftigt ist. Leider ist der Vogel relativ weit entfernt und die Zeit recht knapp.

Auch der weiße Elch will sich an diesem Abend nicht sehen lassen.

Da ich demnächst noch einmal in dieser Gegend sein werde, bekommt dieser seltene Elch aber auf jeden Fall noch seine Chance.

Wer Interesse an gemütlichen Ferienhäusern in Alleinlage hat, dem kann ich gern die Adresse von Harald zukommen lassen. In dieser Gegend kann man die Ruhe der schwedischen Natur wunderbar genießen.

 

Es geht endlich los!

Seit einigen Wochen bereite ich nun meine Reise durch Skandinavien vor. Der Drehplan beinhaltet eine ganze Reihe interessanter Stationen und Wunschmotive. Die Taschen sind gepackt, Kameras geladen, Speicherkarten warten auf Füllung.

Mein Auto ist startklar.

…und jetzt geht´s endlich los!

Was wird mich erwarten?
7000km Strecke durch teils dünn besiedelte Gegenden. Schotterpisten, endlose Wälder.
Wird das Wetter mitspielen?
Werden meine wilden Wunschmotive alle auffindbar sein?
Schaffe ich es meine 40kg Kameraausrüstung in die abgelegenen Gegenden zu schleppen?

Ein durch und durch spannendes Unterfangen.

Aber nun beginnt alles erst einmal mit einem Abschnitt, auf den ich gern verzichten würde. Die Deutsche Autobahn. Voll, hektisch und alles andere als angenehm.

5 Stunden bis Puttgarden. Dann wird es schon etwas ruhiger. In Kopenhagen kann es erneut voll werden. Aber dann – nach der Öresundbrücke – beginnt die angenehmere Fahrt.

Wie geplant erreiche ich nach ca. 5 Stunden die Scandlines Fähre in Puttgarden. Die Fahrt verlief ohne Staus und größere Behinderungen.

An der Fähre mein erstaunter Blick. Statt 75€ kostet die Überfahrt nach Rödby inzwischen 106€. Das nenne ich mal eine Preissteigerung.
Macht nichts, mein Ziel ist es allemal Wert!

In Dänemark kann ich dann den ersten angenehmen Zwischenstopp machen. Bei starken Wind lasse ich mir die Anreise aus den Klamotten pusten.

Es geht weiter und nach gerade einmal 1 weiteren Stunde bin ich dort angekommen, wo ich hingehöre.

välkommen till sverige!

 

Wenn einer eine Reise tut…Auf der Suche nach wilden Braunbären – Teil 1

Ende Mai 2017

Endlich ist es so weit. In wenigen Stunden beginne ich eine 7000km lange Reise nach Norwegen, Schweden und Finnland.

Ziel der Reise sind Dreharbeiten für meinen neuen Film „Sehnsuchtsland Schweden“, der schon Ende diesen Sommers erscheinen soll.

Ich werde viele spannende Erlebnisse habe, wunderschöne Landschaften entdecken und eine außergewöhnliche Tierwelt vorfinden.

Begleitet mich auf diese Reise und erlebt mit mir die Papageientaucher auf der Vogelinsel Runde, Flugaufnahmen vom Geiranger Fjord und Trollstigen. Wilde Moschusochsen im Dovrefjell.
Einsame Seen und endlose Wälder in Schweden und als absolutes Highlight der Reise werde ich mich auf die Suche nach wilden Braunbären begeben.

Angefangen hat diese Reise jedoch gleich mit einem riesigen Unsicherheitfaktor. Seit Wochen habe ich meinen Toyota Landcruiser auf die lange Fahrt vorbereitet. Ich habe viele Teile vorsorglich erneuert und sogar das Lenkgetriebe wurde ersetzt.
Just 2 Tage bevor ich dann starten wollte, stellte ich plötzlich eine feuchten Fleck hinter der Forderachse fest. Die Achsmanschette war gerissen 🙁

Um diese zu ersetzen, muss die Achse ausgebaut werden…Böder Zeitpunkt!
Vor kurzem hatte ich bereits die Hilfsbereitschaft des Landauer (Bad Arolsen) Autohauses Karl-Heinz Preising über alle Maßen gelobt. Und auch diesmal lies mich das engagierte Team nicht im Stich. Auf die letzten Minuten besorgten wir eine neue Achsmanschette – was bei einem doch recht betagten Auto nicht ganz einfach ist – und gemeinsam  haben wir dann kurz vor Abfahrt den Wagen wieder Fit bekommen.

Es konnte also Richtung Norden gehen!!!